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Der Gurkha-Fürst Prithvi Narayan gründete im 18. Jahrhundert den ersten einheitlichen Staat aus zuvor unabhängigen Fürstentümern. Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm Jang Bahudur Kunwar die Regierungsmacht und legte sich den Titel Rana zu. 1948 wurde die erste Verfassung erlassen. König Tribhuvan proklamierte 1951 nach kurzem Exil in Indien die konstitutionelle Monarchie. Das Kastensystem wurde offiziell abgeschafft, herrscht jedoch immer noch vor.
Nach blutigen Unruhen Anfang der 90er Jahre trat gegen den Widerstand des Königs im November 1990 eine neue Verfassung in Kraft. Nepal ist seitdem eine konstitutionelle Monarchie mit Mehrparteiendemokratie, Pressefreiheit und unabhängiger Justiz. Am 1. Juni 2001 wurden zehn Mitglieder der Königsfamilie ermordet. Gjenendra, der Bruder des getöteten Königs, wurde zum Nachfolger gekrönt. Die Hintergründe des Massakers blieben unklar.
Seit 1996 war Nepal von extremen innenpolitischen Unruhen geprägt, da die Kommunistische Partei Nepals (Maoisten) der Regierung den “Volkskrieg” erklärt hatten. Sie forderten mehr soziale Gerechtigkeit. Gewalttätige Auseinandersetzungen, Streiks, Entführungen und Ausgangssperren bestimmten lange den Alltag vieler Nepalesen und forderten mehrere tausend Menschenleben.
Nach dreimonatigen Massenprotesten setzte König Gyanendra im April 2006 das zuvor aufgelöste Parlament wieder ein. Daraufhin fanden Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und den Maoisten statt, die Ende 2006 in ein Friedensabkommen mündeten. Die am 15.01.2007 an die Stelle der Verfassung von 1990 getretene Übergangsverfassung setzte die Monarchie außer Kraft. Das Amt des Staatsoberhauptes ging vom König auf den Premierminister Girija Prasad Koirala über.
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